Meine erste Woche mit Ubuntu

Published by Philipp Schuster on

Ich war schon immer sehr fasziniert von der Linux-Welt, habe mich aber damit leider nie sonderlich beschäftigt. Monat für Monat verging und ich habe mich einfach nicht dahinter geklemmt. Aber seit einer Woche bin ich nun mit Ubuntu in der PC-Linux-Welt angekommen. Ich habe mich im Internet belesen was es mit Linux, dem Linux-Lebensgefühl 😀 und Ubuntu auf sich hat und natürlich auch mich darüber informiert was unter der Haube abläuft und -der Titel lässt es vermuten- es eine Woche lang in Version 12.04 LTS getestet. Einen direkten Grund zum Wechseln gab es nicht, denn mit Windows 8 bin ich sehr zufrieden, aber ich war eben einfach ein wenig neugierig.

Die wichtigsten Programme die ich benötige gibt es für Ubuntu und demzufolge sollte ein produktives Arbeiten doch möglich sein, oder etwa nicht? Richtig produktiv konnte ich mit Ubuntu nicht arbeiten. Sicher braucht man einiges an Einarbeitungszeit, aber Ubuntu wirkt auf mich doch schon um einiges komplizierter und benutzerunfreundlicher als Windows, vor allem Windows 8.1. Gut, das mag daran liegen dass ich Ubuntu einfach nicht gewohnt bin und mit Windows groß geworden bin.

Was mir gefällt

Mir gefällt an Ubuntu in erster Linie, dass es einen ganz anderen Weg eingeht als Windows. Es stellt Linux denen zur Verfügung die sich damit noch weniger auskennen in einer recht ansehnlichen Benutzeroberfläche. Diese ist der Windows-Desktop-Oberfläche ähnlich, wodurch es nicht ganz so kompliziert wird. Die Performance ist sehr hoch, da nicht wie bei Windows unendlich viel alter “Datenmüll” mitgeschleppt wird und Ubuntu generell optimierter scheint, vor allem durch den sich ständig in Entwicklung befindlichen Linux-Kernel.

Ich war noch nie ein Freund der Kommando-Zeile weil ich ihren Sinn nie richtig verstand – das war unter Windows. Da die Kommando-Zeile ein wichtiger Bestandteil von Linux / Ubuntu ist habe ich mich darüber doch mal ein wenig informiert und mich damit auseinandergesetzt. Man hat damit ein unheimlich mächtiges Tool mit dem man das System ordentlich umgraben kann – Kenntnisse vorausgesetzt. Aber das kann man nicht innerhalb einer Woche erlernen.

Was mir sehr gefällt ist, dass man im Task-Manager beziehungsweise in der Systemüberwachung einen Überblick über den verbrauchten Traffic hat.

Was mir nicht so sehr gefällt

Ich kann damit nicht so richtig produktiv arbeiten. Mir gefällt die Mehrfensterverwaltung nicht, wenn es denn überhaupt eine gibt. Bei Windows habe ich alle offenen Fenster in der Task-Leiste, bei Ubuntu zwar alle links in der Leiste aber einfach um ein vielfaches unübersichtlicher.

Viele meiner Programme laufen dort nicht und das sind nicht gerade wenige und auch keine unwichtigen Programme. Außerdem ist man teilweise leicht überfordert mit dem Umfang der Kommando-Zeile und weiß (noch) nicht was da denn tatsächlich alles im Hintergrund abläuft. Es ist einfach anders und man braucht eine lange Einarbeitungszeit und die Zeit habe ich leider nicht.

Fazit

Ubuntu / Linux ist ein extrem interessantes Thema und ist sehr spannend. Ich habe leider nicht die Zeit um mich damit tiefgründig zu beschäftigen – das würde Monate dauern. Die Eingewöhnung in Windows hat damals sicherlich auch Monate gedauert, aber daran erinnere ich mich nicht mehr. 😀 Diese Zeit kann ich nicht nochmal aufwenden. Ubuntu ist sehr interessant, keine Frage, aber mir sagt es einfach nicht so richtig zu. Mit Ubuntu 14, 15, 16 … werde ich es gerne noch mal versuchen. Aber derzeit besteht einfach kein Grund zum Wechseln, da ich mit Windows 8.1 sehr zufrieden bin und damit sehr produktiv arbeiten kann.


Philipp Schuster

Hi, I'm Philipp and interested in Computer Science. I especially like low level development, making ugly things nice, and de-mystify "low level magic".

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