Alles hat sich geändert

Hey Leute. Nach wirklich langer Zeit melde ich mich wieder mal. Ich weiß, es ist wirklich ein ganzes Weilchen her und der Blog ist definitiv nicht mehr das, was er mal war. Einerseits finde ich das schade, da ich mir meiner Meinung damit etwas wirklich Cooles aufgebaut habe. Andererseits hat er mir geholfen dahin im Leben zu kommen wo ich gerade bin und ich bin gegenwärtig an einem unglaublich guten Punkt im Leben.

Ich möchte aus meinem Privatleben nicht alles hier veröffentlichen, vor allem da auch maßgeblich viele andere Menschen involviert sind, deren Details nicht unbedingt ins Internet sollen. Ich will nur für Euch als Leser, meinen zukünftigen Biografen (hehe) und irgendwie auch für mich selbst darstellen und reflektieren, dass meine Inaktivität im Blog nicht etwa mit totalem Stress im Leben zusammen hängt, sondern damit, dass ich an einem wirklich guten Punkt im Leben stehe und da ziemlich glücklich bin.

Ich neige immer dazu den Dingen eine größere Bedeutung zuzusprechen, als sie vermutlich haben, aber ich bin durch den Verlauf der letzten Jahre einfach aus dem Blog herausgerutscht. Doch wie fing alles an? 2014 ging es los mit dem Blog, als ich ein regelrechter Google-Fanboy war. Seit Mai 2013 war ich bei Google+ dabei und es war richtig cool und damals auch auf seinem Höhepunkt. Das hat sich gegenseitig mit dem Google-Fanboyism bei mir aufgeschaukelt. Außerdem kam 2013 auch mein Google Chromebook hinzu. Ich würde mal rückblickend sagen, dass 2015 der Höhepunkt meines Google-Fanboyism sowie auch von Google+ war. Damals war ich zum Beispiel auch auf dem Googleplex In Kalifornien.

Ich habe auf Google+ seinerzeit eben durch jenes Fanboy-Gehabe viele gleichgesinnte Freunde gefunden. Mit vielen davon habe ich bis heute guten Kontakt und treffe sie gelegentlich, wofür ich sehr dankbar bin. Doch dann wurde mein Leben anders: Ende 2015 begann mein Studium in Dresden, ich war vom dem blöden Dorf auf dem Land endlich weg und in der großen Stadt, musste mich mit allem neu orientieren und versuchen klarzukommen. Gleichzeitig wurde Google+ langsam aber sicher inaktiver, von meinem Google Chromebook war ich mehr und mehr genervt und durch das veränderte soziale Umfeld und das Studium habe ich weniger Zeit für Dinge wie den Blog gehabt.

Wo stehe ich heute? Ich bin von 2016 bis heute ein komplett anderer Mensch geworden, habe alle Aspekte des Lebens und von mir überdacht, habe viele tolle Menschen auf die man sich verlassen kann in Dresden gefunden und bin nun erstmals in meinem Leben an einem Punkt, an dem ich sagen kann: Ich bin glücklich und ich kann mir wirklich vorstellen, dass es nun immer gut weitergehen wird. Ich stehe sicher und fest im Studium, im Job und vor allem auch im sozialen Umfeld und Privatleben.

Gleichzeitig hatte ich immer weniger Ambitionen mir irgendwelche Google-Artikel für den Blog an den Haaren herbeizuziehen, da der Fanboyism einfach weg war. Ich hatte “keine Zeit mehr für den Scheiß”. Mittlerweile ist mir das mit Google ziemlich egal, ich bin Pragmatiker geworden. Hauptsache es funktioniert.

Ich bin dankbar für alles, was seit 2013 in meinem Leben passiert ist. Hier komme ich wieder an den Punkt an dem ich Dingen vermutlich eine zu große Bedeutung gebe. Aber so empfinde ich es eben. Es ist so, als wäre zu jedem Zeitpunkt seit 2013 (und insbesondere seit 2015) stets genau das passiert und eingetreten, was ich genau in diesem Moment für meine persönliche Entwicklung und irgendwo auch Selbstverwirklichung gebraucht habe. Das soll keinesfalls heißen, dass mir alles in die Wiege gelegt wurde. Es war viel eigene Arbeit und Initiative notwendig um viele Dinge zu erkennen und neu und besser zu bewerten.

Viele Freunde von mir werden das bestätigen können, wenn sie auf mich zurückblicken. Nun komme ich auch an den Punkt, von dem ich vorhin sprach: Zu viel von meinem privaten Leben möchte ich hier gar nicht veröffentlichen. Also das soll jetzt nicht heißen, dass ich sonst wie kaputt oder verrückt war, haha, es geht mir nur um die Privatsphäre. Aber wer mich persönlich kennt weiß, dass man mit mir persönlich immer sehr offen und ehrlich reden kann und ich dann auch gerne erzähle, wie eigentlich eins zum anderen kam und warum ich da bin wo ich heute bin.

Derzeit bin ich in der Prüfungsphase vom fünften Semester. Insgesamt habe ich 10 Semester laut Regelstudienzeit vor mir. Viele Freunde von früher die eine Ausbildung machen sagen mir immer “Was? So lange noch?”. Ich denke mir immer “Ach du Schreck, die Zeit ist so schnell fortgeschritten.” Ich versuche einfach zu jedem Zeitpunkt das Richtige zu tun und das Maximale fürs Leben, für mich und für mein Umfeld mitzunehmen. Einfach Spaß haben und das Leben genießen.

Ich mag die Zeile “Change your ways while you’re young” aus dem The Killers-Lied “Smile Like You Mean it” sehr. Übrigens ein tolles Lied. Die Zeile beschreibt einfach am besten, was ich in den letzten Jahren durchlebt habe. Mit dem Studium in einer fremden Stadt zu beginnen ist der ideale Weg um alles zu verändern. Zumindest war er das für mich. Ich bin froh nicht in eine andere Stadt gegangen zu sein, sondern genau hier her.

Wenn ich ehrlich bin gehört zu meinem bisherigen Verlauf in Dresden auch viel Glück dazu. Anders kann ich mir all die tollen Menschen und Ereignisse die ich getroffen habe bzw. die passiert sind nicht erklären – vor allem immer in den genau richtigen Momenten. Ich musste die Chancen zwar meist stets selbst ergreifen – aber ich bin SO froh es immer gemacht zu haben.

Etwas trauere ich der Hoch-Zeit von Google+ und den ganzen Fanboy-gehabe nach, denn das war wirklich eine tolle Zeit damals. Die Freunde aus der Zeit habe ich aber behalten. Grüße gehen raus unter anderem nach Hamburg und Berlin, in den hohen Norden Deutschlands, ins Saarland und noch an viele andere Regionen.

Die Zeit wie sie früher im Blog war kommt vermutlich nie mehr zurück. Mein Leben hat sich gewandelt. Aber zum Beispiel habe ich seit einigen Wochen ein neues Smartphone, über das ich gerne ein paar Eindrücke im Blog loswerden möchte. Aber mal sehen wann, derzeit ist Prüfungsphase.

In diesem Sinne: Alles hat sich für mich geändert – zum Guten – ehrlich. Wie immer Danke fürs Lesen und bis bald. 😉

Philipp Schuster

Ich bin Philipp, studiere Informatik an der TU Dresden und arbeite als Werkstudent im Bereich Software-Entwicklung bei T-Systems MMS. Ich bin 20 Jahre alt und beschäftige mich in meiner Freizeit gerne mit meinem Blog, Programierung, Technik, aber auch mit Joggen und vielen anderen Dingen. Get To Know Me oder schreibt mich an!

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2 Antworten

  1. Schön zu lesen. Ist das alles schon wieder so lange her? Ich bin über den G+ Konto gestolpert wegen eines Beitrags über irgendeinem Google-Produkt und folge Dir dort seitdem. Anfangs war viel zu lesen, jetzt kaum noch etwas. Das ist ja einerseits oft so, in diesem Fall aber auch schade, denn ich mag Deinen Schreibstil.

    Der Vorgang den Du so wortgewandt beschreibst ist das Erwachsenwerden. Neue Lebensabschnitte, bei Dir das Studium, bringen oft Veränderung des persönlichen Umfelds mit sich, was die eigene Weiterentwicklung beschleunigt. Dieser Prozess hört übrigens nie auf, er wird nur langsamer und die Häufigkeit der Umbrüche (z.B. beziehungstechnisch/familiärer oder beruflicher Art) nimmt etwas ab ;).

    Viel Spaß weiterhin!

    Uwe

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