Sony Smartwatch 3: Wie ein Gadget verstaubt


Ich habe meine Smartwatch nun schon einige Monate und muss euch leider ein ernüchterndes Fazit abgeben. Sie ist für mich alles andere als hilfreich und sinnvoll. Ich mag sie nicht, ich benutze sie nicht gerne, sie lässt sich nicht gut benutzen, sie bringt kaum Vorteile.

“Inwiefern ist eine Smartwatch hilfreich und sinnvoll im Alltag?”

Ich habe meine Sony Smartwatch 3 bisher fast nie benutzt und bin auch froh sie damals für einen relativ geringen Preis von nur 80€ gekauft zu haben. Denn mehr ist sie mir definitv nicht wert. Aber kurz einige technische Eckdaten: Die Smartwatch läuft auf Android Wear 1.5, Google Play-Dienste 11.0.55 und, keine Ahnung was das zu bedeuten hat, Android 6.0.1. Weiß einer von euch zufällig, weshalb in der App-Info sowohl die Android-Version als auch die Android Wear-Version steht?

Sony Smartwatch 3

Sony Smartwatch 3


Am meisten an der Nutzung hindert mich das hässliche und zuhöchst unpraktische Design. Das Armband ist aus Silikon gefertigt und hat eine sehr reib-/haftungsintensive Oberfläche. So wird es schon nervig die Jacke drüber zu ziehen, wenn die Uhr am Arm ist. Wenn man dann den Ärmel zurück zieht, zieht es die Uhr auch gleich mit. 🙂 Abgesehen davon liegt die Uhr auch nicht gut an.

Wofür ich sie nutze ist gelegentlich beim Joggen. Dafür muss ich aber daran denken sie vorher aufzuladen und auch anzulegen. Ganz cool ist dann, dass ich während des Joggens die Musik weiterschalten kann. Das mache ich allerdings nicht, da meine Kopfhörer im Kabel einen Schalter integriert haben. Das ist schneller, fehlertoleranter und komfortabler.


Aber hey, mit Runtastic sehe ich beim Laufen meine Durchschnittsgeschwindigkeit und die gelaufene Distanz. Das ist die einzige Sache, für die ich sie gerne nutze. Allerdings ist das auch nur nice to have und kein essentielles Feature. Aber das war
es schon.

Von der Vorschau der Benachrichtigungen von Whatsapp, Gmail und Co. habe ich nicht viel, da ich sie so in der Stadt ja fast nie verwende. Das geht nur, wenn ich keine Jacke trage bzw. gar nichts mit langen Ärmeln. Sonst kann man es wirklich vergessen.

Dazu ist die Uhr nicht gerade flüssig und hängt gerne mal. Die Sprachsteuerung klingt auch auf dem Papier toll, aber wer nutzt die praktisch schon? Die Umgebungsgeräusche sind in vielen Situationen im Leben zu hoch (jedenfalls in der Stadt), die Verarbeitungszeit ist relativ lange und oft wird etwas nicht oder falsch verstanden. Da ist es schneller die Aktion am Smartphone auszuführen.

Würde es eine schöne, edle Smartwatch geben, wäre ich prinzipiell bereit sie zu nutzen. Doch wenn es schon anfängt, dass man eine Uhr aus rein praktischen Gründen, wie eines besch*** Armbandes quasi nicht benutzbar ist, dann kann selbst ein tolles Betriebssystem mit tollen Apps nicht mehr viel ausrichten. Und da die Uhr nicht immer stabil und flüssig läuft, muss ich wohl nicht mehr viel sagen. Schade.

Philipp Schuster

Ich bin Philipp, studiere Informatik an der TU Dresden und arbeite als Werkstudent im Bereich Software-Entwicklung bei T-Systems MMS. Ich bin 20 Jahre alt und beschäftige mich in meiner Freizeit gerne mit meinem Blog, Programierung, Technik, aber auch mit Joggen und vielen anderen Dingen. Get To Know Me oder schreibt mich an!

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1 Antwort

  1. Hendrik L sagt:

    Tut mir ja leid, dass du so ein negatives Fazit draus ziehen musst, aber ich befürchte, da hast du dich halt einfach von vorneherein für die falsche Smartwatch entschieden (weil sie weniger gekostet hat?).
    Meine Moto 360 (2nd Gen) trage ich seit dem ersten Tag täglich (bis auf letzte Woche, da hab ich das Ladegerät nach einem Besuch bei meinen Eltern dort vergessen…). Sie hat ein echt hochwertiges Lederarmband, sieht edel zu allen Anlässen aus, läuft gut und hat jetzt sogar noch große Updates bekommen. Sie unterstützt mich täglich beim Einkaufen (G Keep Wear App),
    mit Erinnerungen und Kalenderterminen (zB Uni Veranstaltungen mit genauem Raum und weiteren Informationen in den Termin-Notizen),
    gelegentlich mit Quick Replys auf Nachrichten auf der Uhr (die vorgefertigten Antworten wie zB Ja, Nein, Komme später, etc)
    oder eben dem bloßen Anzeigen von Dingen wie Mails (da hätte ich auch noch konkrete Beispiele),
    auf Reisen mit der Deutschen Bahn App auf Wear (nächster Umstieg und Umstiegszeit, etc)
    und auch die Sache mit der Musiktitel-Auswahl, wobei ich vielleicht auch so einen physischen Schalter bevorzugen würde, wenn meine Kopfhörer den hätten (abgesehen davon kann man aber auf der Smartwatch halt schon den Titel sehen und kann bei Nichtgefallen sofort „Weiter“ drücken, bevor man ihn auditiv erkannt hat).
    Und das nebensächlichste, aber auch irgendwie am meisten präsente, sind die coolen Watchfaces. Ich weiß ja nicht, wie es auf so einer quadratischen bzw rechteckigen Uhr aussieht, aber mit dem runden Display gibt es schon ein paar Watchfaces, die echt cool aussehen und eben im Vergleich zu herkömmlichen Uhren komplett anpassbar sind. Es gibt mir eine innere Befriedigung, wenn die (Akzent-) Farbe meines Watchfaces zur Haupt-/Akzentfarbe meines heutigen Kleidungsstücks passt 😀

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