Hurricane Festival 2017: Mein erstes Festival

Ich war letztes Wochenende auf dem Hurricane-Festival, meinem ersten Festival überhaupt. Das war eine der wichtigsten, spaßigsten und interessantesten Lebenserfahrungen, die ich bisher erleben durfte. Ich bin zusammen mit guten Freunden aus Dresden am Donnerstag angereist, habe zu zahlreichen Bands abgerockt, das ein oder andere Bier getrunken und Montag Abend müde und fertig die Rückfahrt angetreten. Ich bin stolz das mal gemacht zu haben, da ich sonst immer dazu neige etwas zurückhaltend zu sein: Es war super geil! Übrigens hier gibt es beeindruckende Luftaufnahmen des Festival-Geländes!

Als wir angereist sind, waren wir vielleicht 2h nach der Eröffnung des Zeltplatzes dort angekommen und durften schon wirklich weit laufen, bis wir unser Lager aufschlagen konnten. Ich war etwas überrascht, dass so früh bereits so viele angereist sind. Insgesamt waren wohl 78.000 Menschen dort. Übrigens war das Wetter nicht so schlimm, wie man online lesen konnte. Am Donnerstag war es nach 14 Uhr warm und es schien die Sonne, so dass vieles trocknete. Das Gelände war übrigens riesig! Die Parkplätze, die großen Campingflächen und das Festivalgelände haben mehrere Quadratkilometer eingenommen, der Laufweg von unserem Zelt zu unserem Auto betrug zum Beispiel etwa 20 Minuten. Aber gut, für so viele Menschen müssen einfach riesige Flächen herhalten, dabei wurde schon dicht an dicht gezeltet.

Hurricane-Festival 2017: Campingplatz

Hurricane-Festival 2017: Campingplatz

Hurricane-Festival 2017: Einlass zum Festivalgelände

Hurricane-Festival 2017: Einlass zum Festivalgelände

Auf dem Festivalgelände gab es einen eigens für das Festival aufgebauten Penny mit so ziemlich allem, was man braucht. So hab ich mir am Samstag dann Gummistiefel geholt, da es stets nachts und morgens, manchmal auch nachmittags regnete. Irgendwann waren dadurch die Laufwege, die von Zehntausenden benutzt werden, eine ein bis sechs Zentimeter dicke Schlammschicht. Es war aber nicht so, dass wir abgesoffen sind, es hat nur immer wieder mal, vor allem nachts und morgens, geregnet. Ich glaube wenige Male hat es am Nachmittag kurz, dafür aber etwas stärker geregnet. Wir zelteten etwa 60m von den Toiletten und Duschen entfernt. Es gab richtige Toiletten und warmes Wasser in den Duschen, für ein Festival und diese Menschenmassen völlig in Ordnung.

Am Freitag bin ich direkt zur ersten Band, die ich sehen wollte gegangen, Gloria. In dieser spielt Klaas Heufer-Umlauf, den wollte ich gerne schon immer mal sehen, da ich seinen kulturellen Beitrag zur Deutschen TV-Landschaft along with Joko Winterscheidt wirklich mag. Dazu mag ich die Band ganz gut, zumindest das Lied „Wie sehr wir leuchten“, was sie auch live gespielt haben. Teilweise bin ich alleine zu Konzerten, teilweise zusammen mit den anderen, teilweise haben wir uns verloren, teilweise haben wir uns wieder gefunden.

Hurricane-Festival 2017: Gloria

Hurricane-Festival 2017: Gloria

Am Freitag Abend stand direkt der erste große Hauptakt Green Day an, da stand ich jedoch leider relativ weit hinten. Das Green Day-Konzert ging aber über 2h und war richtig klasse. Die haben super Stimmung gemacht. Am Schönsten war, als Billie Joe in einer Akustik-Darbietung „Wake Me Up When September Ends“ spielte, „Here comes the rain again, falling from the stars“ und es wirklich regnete. Gänsehaut <3

Hurricane-Festival 2017: Green Day

Hurricane-Festival 2017: Green Day

Direkt danach ging es zu Imagine Dragons, die mir live überraschend gut gefallen haben. Auch hier stand ich leider relativ weit hinten. Insgesamt spielten 104 Künstler oder Bands, wenn ich mich gerade nicht verzählt habe, verteilt über vier Bühnen. Daraus folgert zwangsläufig, dass man nicht alles mitnehmen kann und sich teilweise schwer entscheiden muss, wenn Bands/Künstler zeitgleich spielen.

Hurricane-Festival 2017: Imagine Dragons

Hurricane-Festival 2017: Imagine Dragons

Naja der erste Festivaltag ging aber auch schneller rum als gedacht und ruckzuck war es Samstag und matschig. Überall. Aber wirklich niemand hat sich davon die Laune verderben lassen, wie die nächsten Bilder zeigen.

Hurricane-Festival 2017: Matsch auf dem Festivalgelände, überall

Hurricane-Festival 2017: Matsch auf dem Festivalgelände, überall

Hurricane-Festival 2017: Menschen auf dem Zeltplatz

Hurricane-Festival 2017: Menschen auf dem Zeltplatz

Ich habe mich riesig auf die Band Jimmy Eat World gefreut, habe dann aber leider 35 von 60 Minuten des Konzertes verpasst, da ich über eine halbe Stunde am Festivalgeländeeinlass stand. Das ist echt schade und ärgert mich.

Hurricane-Festival 2017: Jimmy Eat World

Hurricane-Festival 2017: Jimmy Eat World

Wenigstens wusste ich, dass an diesem Tag noch so viele geile Sachen folgen, dass ich nicht allzu traurig war. Es folgten an der großen Hauptbühne (Blue Stage) A Day To Remember, Blink-182 und Linkin Park. Von A Day To Remember finde ich nur ein Lied cool, und ausgerechnet von dem haben sie die beste Stelle live nicht so toll umgesetzt. Abgesehen davon haben die aber eine geile Show abgeliefert, die ich mir live gerne anschaue und anhöre. Ansonst werde ich die Band aber eher nicht hören, da ich mit Metal und Geschrei nicht viel anfangen kann. A Day To Remember hat live dermaßen tiefe und laute Frequenzen genutzt, dass einem das Gehirn gewackelt hat. Das war unendlich geil mit den großen Festival-Lautsprechern.

Hurricane-Festival 2017: Blink-182

Hurricane-Festival 2017: Blink-182

Danach folgte Blink-182. Deren Auftritt fand ich aber langweilig, zumindest was die Musik angeht. Mit Ausnahme von „All The Small Things“, aber das kennt man ja. Anstrengend war es, wie unglaublich voll es bei Blink-182 war, man konnte ~25m vor der Bühne kaum atmen. Okay das ist übertrieben, aber es war echt sehr voll. Vor Linkin Park lockerte sich das zum Glück etwas auf. Ich stand vielleicht 25m von der Bühne entfernt, ich kann das schlecht einschätzen. Jedenfalls habe ich Linkin Park gut gesehen, also die Distanz war okay.

Hurricane-Festival 2017: Linkin Park

Hurricane-Festival 2017: Linkin Park

Bei Linkin Park wurde ein Traum war, das war einfach so absolut oberaffengeil die Show und all die vielen Lieder, bei denen man laut mitsingen und komplett durchdrehen und abrocken konnte. Das war einfach episch und magisch. Und die Set-List war echt geil:

  1. Roads Untraveled (als Intro ihrer Show)
  2. Talking To Myself
  3. Burn It Down
  4. Wastelands
  5. One Step Closer
  6. Castle Of Glass
  7. Good Goodbye
  8. Lost In The Echo
  9. Nobody Can Save Me
  10. New Device
  11. Invisible
  12. Waiting For The End (+ davor Fort Minor-Einlage von Mike Shinoda zu „Remember The Name“)
  13. Breaking The Habit
  14. One More Light
  15. Points Of Authority
  16. What I’ve Done
  17. In The End
  18. Faint
  19. Numb / Encore
  20. Heavy
  21. Papercut
  22. Bleed It Out

Ich war nach Linkin Park echt hin und weg, das war sooo ein tolles Erlebnis. <3 Am folgenden Sonntag folgte dann noch der Auftritt der Kassierer, das war unglaublich lustig! Schaut euch die auch mal live an. Der abschließende Haupt-Akt war Casper am Sonntag Abend. Ich mag seine Musik persönlich nicht und kenne ihn kaum, er wirkte aber sehr sympathisch und hat ne krasse Stimmung gemacht.

Hurricane-Festival 2017: Die Kassierer

Hurricane-Festival 2017: Die Kassierer

Hurricane-Festival 2017: Alt-J

Hurricane-Festival 2017: Alt-J

Hurricane-Festival 2017: Casper

Hurricane-Festival 2017: Casper

Es war eine tolle Lebenserfahrung und ich denke das möchte ich gerne mal wieder machen. Ich habe eine gute Zeit gehabt, neue Musik und neue Bands entdeckt, das Festival-Feeling auf dem Zeltplatz erstmalig erlebt und bin einfach zufrieden. Es war sehr schön. Achso, zufällig war auch eine Freundin da, mit der ich zusammen Abitur gemacht habe. Ich bin einmal (bei 78.000 Menschen!) zufällig in sie reingerannt 😀

Es folgen noch einige Fotos vom Festival-Gelände.

Hurricane-Festival 2017: Gelände am Sonntag Mittag

Hurricane-Festival 2017: Gelände am Sonntag Mittag

Hurricane-Festival 2017: Gelände am Sonntag Mittag

Hurricane-Festival 2017: Gelände am Sonntag Mittag

Hurricane-Festival 2017: Gelände am Sonntag Mittag

Hurricane-Festival 2017: Gelände am Sonntag Mittag

Philipp Schuster

Ich bin Philipp, studiere Informatik an der TU Dresden und arbeite als Werkstudent im Bereich Software-Entwicklung bei T-Systems MMS. Ich bin 20 Jahre alt und beschäftige mich in meiner Freizeit gerne mit meinem Blog, Programierung, Technik, aber auch mit Joggen und vielen anderen Dingen. Get To Know Me oder schreibt mich an!

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