Irgendwas mit Android und Chromebooks

Ich will es gar nicht schön reden, früher ging es hier im Blog wöchentlich, manchmal täglich um Google, Android und Chromebooks. Spätestens dieses Frühjahr hat das nachgelassen, als die Prüfungsphase des ersten Semesters anfing. Das führte dazu, dass ich kaum Zeit hatte und wenn ich Zeit hatte, dann andere, wichtigere Dinge erledigen musste.

Es ist irgendwie so, dass meine überragende Begeisterung von Google-Produkten total nachgelassen hat. Ich bin bedeutend pragmatischer geworden, da mir einfach die Zeit fehlt und ich nun Dienste und Produkte nutze, weil sie mir helfen Dinge schnell zu erledigen und nicht, weil sie von Firma XYZ sind. Bestes Beispiel ist dieser Beitrag. Da Google Docs mehr Klicks entfernt ist als „Apple Pages“ schreibe ich den Beitrag eben im Apple-Programm. Funktioniert genau so gut.

Dieses Jahr hat sich einfach viel verändert. Ich habe mich verändert. Seit März bin ich stolzer und zufriedener Besitzer eines MacBooks: die Jahre zuvor wäre das absolut undenkbar gewesen. Und ich habe wirklich voller Zufriedenheit mein Google Chromebook losgelassen. Nach über 2 Jahren mir einreden, dass ich mit Webapps und irgendwelchen halbtollen Tools genau so produktiv sein könnte, wie mit nativen Apps habe ich eingesehen, dass das einfach nichts ist – nichts für mich. Nur weil es von Google ist mich zu zwingen Google-Produkte zu nutzen, das ist mittlerweile irgendwie vorbei. Hangouts habe ich nun auch nach vielen Jahren den Rücken gekehrt, weil sie es objektiv gesehen einfach ABSOLUT verkackt haben.

Und zu Chromebooks: Chromebooks sind super für Leute wie meine Oma, die ab und zu Nachrichten oder E-Mail ließt., aber bei der Bildbearbeitung geht es ja schon los. Wenig Leistung, wenig Umfang, keine wirklich guten Webapps, nicht so schnell wie native Anwendungen. Wenn man dann noch Software-Entwicklung betreiben will, na dann gute Nacht! Auf ChromeOS geht ja nicht mal sinnvoll Web-Entwicklung, da keine IDE’s vorhanden sind (abgesehen von kleineren Editoren, aber das sind ja keine IDEs).

Ich muss kein Chromebook mehr haben, weil es von Google ist. Ich muss einen Computer haben, mit dem ich arbeiten kann. Da ist die Marke doch egal, es kommt auf die Funktionen an. ChromeOS? Pff, ne danke. Nach zweijährigem Selbstbelügen will ich das nicht mehr als mobilen Computer haben.

Mein Nexus 5X-Smartphone habe ich, weil es das beste Preis-/Leistungsverhältnis für meine Bedürfnisse hatte, nicht weil es von Google ist. Das sieht man auch daran, dass ich das Nexus 5X bei Amazon aufgrund der vielen Mängel gnadenlos abgestraft habe. Vor zwei Jahren hätte ich das noch nicht gemacht. Da war ich zu sehr Fanboy.

Bei der diesjährigen Google I/O war es für mich auch anders als die vorherigen Jahre. Zwar habe ich mit großer Vorfreude auf die Keynote gewartet und sie auch angeschaut, allerdings war ich nicht mehr in einem Fanboy-Fieber wie früher, denn ich freue mich nun, wenn neue Produkte und Dienste kommen, die mir helfen produktiv zu sein. Ich freue mich nicht, weil Google neue Produkte veröffentlicht. Ich weiß es gibt da draußen viele die regelrechte Fanboys sind (sowohl Apple als auch Google) sind und gegen solche Leute habe ich auch nichts. Nur ich bin da irgendwie raus. Ich habe da schlichtweg keine Zeit und keine Lust mehr dazu.

Irgendwas zu Android muss ich nun ja auch noch sagen, hab ich schließlich in der Überschrift versprochen. Sage ich es mal so. Im Gegensatz zu ChromeOS halte ich zu Android, weil es für mich wirklich nützlich und hilfreich ist. Ich habe iOS getestet, doch das finde ich designtechnisch und von den Funktionen her ziemlich schrecklich. Aber unbedingt die neueste Android-Version zu haben ist mir hier auch nicht mehr so wichtig, es sei denn es sind irgendwelche Features dabei, die mein Leben wirklich bereichern.

Wo ich so richtig mit dem Artikel hinmöchte weiß ich gerade auch nicht genau. Es ist nachts um zwei in Norwegen und ich kann nicht schlafen. „Phips Blog“ wird weiterhin über Google und Android berichten, aber eher in die Richtung „cooles Feature, dass euch hilft“ oder „schickes neues Design“ anstatt „yay, neue Produkte von Google, geil!“.

Euer Phip 🙂

Philipp Schuster

Ich bin Philipp, studiere Informatik an der TU Dresden und arbeite als Werkstudent im Bereich Software-Entwicklung bei T-Systems MMS. Ich bin 22 Jahre alt und beschäftige mich in meiner Freizeit gerne mit meinem Blog, Programierung, Technik, aber auch mit Joggen und vielen anderen Dingen. Get To Know Me oder schreibt mich an!

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