Tschüss Google Now, Standortverlauf und Google Fit [Nachtrag]

Ich bin ein großer Freund von Googles personalisierten und datenintensiven Diensten, so habe ich auch schon jede Menge über Google Now hier im Blog geschrieben. Doch heute habe ich mich (vorübergehend, mal schauen) von Google Now, Google Standortbericht, Google Standortverlauf und Google Fit verabschiedet. Die entsprechenden Funktionen wurden deaktiviert und zudem habe ich meinen bisherigen Google Standortverlauf exportiert und anschließend von Google gelöscht.

Warum?

Google Now hat mir nicht das geben können, was ich mir erhofft habe. Ich finde die Idee von Google Now toll, jedoch ist es mir nicht nützlich genug. Ich habe Google Now nun schon über 2 Jahre Zeit gegeben um mich zu überzeugen, doch nun ziehe ich den Schlussstrich. Ich möchte schauen ob die nun steigende Akkulaufzeit den (zugegebenermaßen kleinen) Komfort-Verlust ausgleicht, dessen bin ich mir jedoch sicher.

Ich habe das nicht wegen datenschutzrechtlichen Bedenken getan, denn was das angeht habe ich kein großes Problem mit Google. Ich habe hingegen ein Problem damit, dass der Akku eindeutig stärker belastet wird und der Komfort-Gewinn nicht erheblich steigt.

Google Now Funktionen

Ich finde es nett, wenn Google Now mir Kinos in der Nähe inklusive der aktuellen Filme zeigt, Sehenswürdigkeiten empfiehlt, das Wetter anzeigt oder mich über einen gesuchten Begriff bei Google auf dem Laufenden hält. Wenn ich ehrlich bin, dann muss ich sagen ich habe all diese Informationen („Kacheln“) eigentlich nie benötigt. Ich habe zwar immer argumentiert „cool, das zeigt es mir jetzt an“, doch einen wirklichen Nutzen habe ich grundsätzlich nie feststellen können.

Viel Akku geht verloren für vermeintlich tolle Features und Komfort-Gewinne, die jedoch eigentlich gar nicht so toll sind. Ein weiteres Google Now Features ist es auf neue Beiträge im Web aufmerksam zu machen, doch wenn man daran wirklich interessiert ist, dann checkt man sowieso regelmäßig die entsprechenden Kanäle.

So hat es zum Beispiel auch nie so toll funktioniert über aktuelle Alben meiner Lieblingsinterpreten informiert zu werden. So wurden mir dieses Jahr neue Alben von Linkin Park, Kina Grannis und Lindsey Stirling in Google Now angezeigt, von anderen die mir teilweise wichtiger sind jedoch nicht, obwohl ich bei diesen genauso „In Google Now Informationen erhalten“ gedrückt habe.

Cool fand ich auch, wenn Google Now mich vor einem Unfall bzw. einer Baustelle auf der aktuellen Straße warnt, jedoch nicht „nützlich“. Ist diese Funktion wirklich notwendig? Verkehrsinfos sind in Google Maps wichtig, jedoch nicht wenn ich nicht im Navigationsmodus bin (zum Beispiel im Bus fahre).

Google Now hat viele Informationen aus E-Mails in Gmail extrahiert und so zum Beispiel angezeigt, wenn ein Päckchen von Amazon versendet wurde. Doch genau das erhalte ich doch schon umgehend über die Benachrichtigung aus der Gmail-App. Also auch hier wieder ein Feature, das als „cool“ präsentiert werden kann, jedoch keinen großen Vorteil bietet.

Die einzige Funktion die ich tatsächlich nützlich finde ist die Standort-Anzeige der Parkplatzes, denn das hat immer gestimmt und zudem war es sehr genau. Doch dafür lohnt es sich meiner Meinung nach nicht ein bis zwei Stunden Akku-Laufzeit pro Akkuladung zu „verschwenden“, zudem man die Parkplatz-Suche nicht allzu oft benötigt.

Im gleichen Zug habe ich auch Google Fit deaktiviert. Es hat zwar meine Schritte gezählt, doch nach genauerem Betrachten habe ich mich nur gefragt: Brauche ich das? Also opfere ich das auch zugunsten der Akku-Laufzeit.

Das ist Teil meines digitalen Frühjahrsputzes. Mal schauen wie es nun läuft ohne Google Now. Meinen Erfahrungen nach bin ich zumindest wirklich nicht davon abhängig. In ein paar Monaten oder vielleicht auch erst einem Jahr, sofern Google Now signifikante Verbesserungen erhält, bin ich bereit mir das gerne nochmal anzuschauen und auszuprobieren.

Nachtrag 04. Januar 2015

Mittlerweile sind mir durch rege Diskussionen auf Google+ weitere Google Now-Inhalte eingefallen bzw. ich wurde auf weitere hingewiesen. Was ich auch nie genutzt habe, jedoch oft angeboten bekommen habe, sind Navigations-Karten zu zum Beispiel gerade gesuchten Restaurants oder anderen Standorten. Die Idee dahinter ist ja ganz nett, doch gebraucht habe ich auch das nie, wirklich nie. Oder die ständigen Navigations-Karten-Empfehlungen doch nach Dresden zu meiner Schwester zu fahren, weil ich da Samstags relativ oft bin. Diese Art von Karten habe ich auch noch nie genutzt bzw. nie dann gehabt, als ich wirklich mal unterwegs war.

Unter dem Strich bleiben für mich nicht viele Google Now-Kacheln übrig, die mir wirklich was nützen bzw. genützt haben. Lediglich die Parkplatz-Kacheln fand ich immer ganz nett, denn sie waren extrem akkurat. Andererseits habe ich bzw. haben wir auch immer so zum Auto gefunden. Ich wollte trotzdem nie die ganzen eher unnützen Karten deaktivieren, denn dann gäbe es ja kaum Inhalte. Ich wollte jedoch viele Inhalte in der App haben in der Hoffnung hilfreiche Unterstützung zu bekommen. Und jetzt bin ich wieder bei dem Satz, der ein wenig weiter oben bereits fett markiert steht.

Bei meiner Umfrage in der GoogleWatchBlog-Community auf Google+ bezüglich der Google Now-Nutzung haben mittlerweile über 230 Leute abgestimmt, coole Sache! Es Gibt viele Now-Nutzer da draußen, interessant. In den Kommentaren gab es hier auch einen kleinen Gedankenaustausch.

Nachtrag 12. Januar 2015

Die Akkulaufzeit hat sich deutlich verbessert! Ich kann mein Smartphone nun etwa zwei Stunden länger pro Akkuladung bei meiner gewöhnlichen Nutzung benutzen. Das ist wirklich genial! Hier habe ich bisschen was dazu geschrieben.

Philipp Schuster

Ich bin Philipp, studiere Informatik an der TU Dresden und arbeite als Werkstudent im Bereich Software-Entwicklung bei T-Systems MMS. Ich bin 22 Jahre alt und beschäftige mich in meiner Freizeit gerne mit meinem Blog, Programierung, Technik, aber auch mit Joggen und vielen anderen Dingen. Get To Know Me oder schreibt mich an!

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