Für Klarnamen-Zwang auf Google+ und YouTube: Zerstört die Troll-Kultur!

Ich bin wütend, verärgert und genervt. Grund? Internet-Troll auf YouTube (sowie Google+). Jüngster Auslöser ist der YouTube-Rewind 2014 und die Reaktionen/Kommentare darauf. Das Video gefällt mir übrigens gut und ich habe viele YouTuber erkannt.

Das heikle an den Internet-Trollen und ihren Kommentaren ist, dass schon ein einziger fieser Kommentar hundert gute wettmacht. Man kann meist nicht mal schön durch die Kommentare scrollen und lesen, was andere (normale Menschen!) denken, da irgendwelche Gestalten schreiben: „du bist so schei*e, du kannst nix“ und so weiter.

(Wikipedia: Troll)
Ließt man sich die ersten Kommentare durch, findet man sofort Beleidigungen und Provokationen, von irgendwelchen Leuten, die glauben sie könnten und müssten alles und jeden schlecht machen. Diese Personen haben sich das Video zu 99% nicht mal komplett angesehen und verstecken sich hinter einem blöden Pseudonym und denken sie kommen damit durch – was leider der Fall ist. Es macht mich wütend und nervt mich total, welche Ausmaße das Ganze angenommen hat. Ein paar Auszüge: äh nein lieber doch nicht, diesen Schund möchte ich nicht auf meinem Blog stehen haben.

Worin besteht das Problem? Genau, die Leute verstecken sich hinter ihren Pseudonymen und machen alles und jeden schlecht, ohne darüber nachzudenken. Ich habe für solche Leute absolut nichts übrig und ich nutze bei nahezu jedem Troll die Melden-Funktion!

Was sehe ich als Lösung für das Problem? Eine Klarnamen-Pflicht! Durch eine Klarnamen-Pflicht ist man einerseits gezwungen sich selbst seriös zu verhalten und kann zudem von anderen erwarten, dass sie sich ebenso verhalten. Das funktioniert bestens bei Google+. Ich habe dort viele tolle Leute gefunden und schon oft mit Fremden geschrieben, die sich als ebenso seriös und freundlich gegeben haben. Klarnamen-Pflicht zwingt einen also selbst aufzupassen und andere auch. Und da jeder sich anständig verhält, da keiner in Schwierigkeiten unter seinem Namen geraten möchte, verhalten sich alle anständig. Ich kann nur Google+ als Vorzeige-Beispiel empfehlen und davon schwärmen, auch wenn es hier mit der Zeit leider etwas schlimmer wird, aber immer noch in akzeptablem Rahmen (Klarnamen-Pflicht wurde abgeschafft).

Natürlich muss man das auch differenziert Betrachten. So gibt es auch anonyme Nutzer, die sich durchaus freundlich und kompetent im Social Web verhalten, aber die Anonymität liefert den ganzen „Internet-Assis“ (bzw. Internet-Trollen) leider Tür und Tor und sie kommen in Massen. Da aber viele anonym bleiben möchten und sich trotzdem normal verhalten, braucht es einen Lösungsansatz:

Man führt grundlegend zwei Bereiche in Sozialen Netzwerken (bzw. den Diskussionsbereichen) ein. Einen Bereich für alle Nutzer mit Klarnamen sowie „strengen“ Verhaltensregeln und einen weiteren Bereich für alle, die sich „nicht benehmen können“ (man müsste es da verrückt zugehen! :D). Natürlich dürften anonyme Nutzer auch, wenn sie sich entsprechend benehmen, in die Ebene mit geregeltem Umgang untereinander aufsteigen. Aus dieser kann man dann natürlich auch rausgeschmissen werden, wenn man als Troll fungiert.

Oder man lässt es mit den verschiedenen Bereichen (wäre schwer umzusetzen) und setzt folgendes konsequent um: Ich wäre dafür jeden Troll, der unfaire, beleidigende oder sonstige Kommentare schreibt, je nach schwere des Unsinns, für ein paar Wochen bis Monate zu sperren und ihm einen deutlichen Belehrung-Hinweis zu hinterlassen. Eine lebenslange Account-Sperre erachte ich als unsinnig, Menschen ändern sich ja auch.

Einen Schritt in Richtung dieser zwei Diskussion-Ebenen im Social Web hat Google beziehungsweise YouTube bereits getan. Durch die Sortierung der YouTube-Kommentare nach Relevanz und die Einführung der Google+-Kommentare auf YouTube, sieht man wesentlich mehr Inhalte von „anständigen“ Kommentatoren. Es ist nicht gut, aber viel besser, als das alte System.

Das Google+-Kommentarsystem auf YouTube ist nun übrigens etwa 13 Monate alt und ich finde es ist nach wie vor ein guter Schritt gewesen!

Es kann doch einfach nicht sein, dass YouTube-Publisher sich Mühe geben etwas tolles zu produzieren, und irgendwelche, ich muss es einfach so nennen, Idioten das niedermachen müssen. Ich finde das wirklich traurig und schade. Ich bin keiner dieser YouTuber, kann mir aber gut vorstellen für einige, wenn nicht sogar alle, stellvertretend hier zu schreiben.

Die Troll-Kultur zu zerstören ist der nächste große Schritt in der Entwicklung des Social Web. Lang lebe YouTube und Google+, zerstört werden soll die extreme Troll-Kultur.

Philipp Schuster

Ich bin Philipp, studiere Informatik an der TU Dresden und arbeite als Werkstudent im Bereich Software-Entwicklung bei T-Systems MMS. Ich bin 22 Jahre alt und beschäftige mich in meiner Freizeit gerne mit meinem Blog, Programierung, Technik, aber auch mit Joggen und vielen anderen Dingen. Get To Know Me oder schreibt mich an!

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