Musik kaufen vs. Streaming – Was lohnt sich mehr?

Musik Streaming bei Spotify, Google Play Music, Deezer? Oder doch lieber die mp3-Dateien kaufen? Ich kann mich mit dem (bezahlten) Musik-Streaming nicht so recht anfreunden, aber lasst mich einmal erklären warum.

Fakt ist, dass Streaming-Dienste sich extremer Beliebtheit und steigender Nutzerzahlen erfreuen – sie sind ja zugegebenermaßen auch extrem praktisch. Ich kaufe mir meine Musik aber entweder als mp3-Dateien bei Google Play oder ab und zu auch mal bei Amazon, selten auch mal eine Audio-CD.

Am 6. Dezember 2013 ist Google Play Music All Inklusive in Deutschland gestartet und bot mir natürlich auch einen Test-Monat an. Den hab ich dann natürlich auch fleißig genutzt. Als der Spaß am 6. Januar 2014 vorbei war, habe ich schon mit dem Gedanken gespielt den Dienst zu abonnieren. Damals hätte ich 8€ pro Monat zahlen müssen für die speziellen Google Play Music Playlists, das Google Play Music Radio und den Zugriff auf die weit über 20.000.000 Millionen Songs – bestes Preis/Leistungs-Verhältnis im Bereich Musik-Streaming! Aber nach einer gründlich gefällten Entscheidung habe ich abgelehnt und wieder zum „normalen“ Google Play Music gewechselt. Und genau diesen Schritt bereue ich auch jetzt noch kein bisschen (jetzt müsste ich 10€ pro Monat zahlen).

8€ im Monat würde bedeuten, ich könnte mir in dem Zeitraum auch 8 mp3-Dateien (bei zum Beispiel Google Play) kaufen bei 0,99€ pro Lied beziehungsweise 6 mp3-Dateien bei 1,29€ pro Lied. Würde das ganze ein Jahr laufen, würde mich das 12 * 8€, also 96€, kosten. Davon könnte ich mir aber ebenso pro Jahr 74-96 Lieder kaufen (beim Kauf von ganzen Alben wäre nochmal besseres Verhältnis von Geld/Lied!). Und genau auf diese Zahl von gekauften Liedern pro Jahr komme ich erst gar nicht! Und selbst wenn ich in etwa zu dieser Summe kommen würde, werdet ihr im nächsten Schritt sehen, warum sich das dann trotzdem rechnet.

Beim Musik-Streaming ist man darauf angewiesen, dass man immer wieder erneut zahlt um weiterhin Musik hören zu können. Beispiel: Ihr habt zwei Jahre lang einen Dienst für 8€ (oder 10€) monatlich abonniert und habt nach den zwei Jahren nun ein Problem: Ihr habt 192€ (240€) ausgegeben und entweder ihr zahlt nun die nächste Monatsrate oder eben nicht. Wenn ihr nicht zahlt habt ihr keinen Zugriff mehr auf die dortige Musik und seid zudem so oder so hunderte Euro ärmer. Hättet ihr euch die Musik aber direkt gekauft, hättet ihr nun dutzende (hunderte) Euro ausgegeben, aber auch mp3-Dateien als digitalen Gegenwert auf eurem Rechner.

Musik-Streaming zwingt so quasi dazu immer weiter zu zahlen und die Firma dankt natürlich. Ich schränke meinen Musik-Konsum lieber ein wenig ein (im Sinne von nicht permanent Neues über die Streaming-Dienste zu entdecken), habe dafür aber dann gerne einen digitalen Gegenwert zum ausgegebenen Geld lokal auf meinem Rechner und ich kann selber darüber verfügen zwecks Sicherheitskopien und so weiter.

Musik-Streaming klingt sehr verlockend, man sollte sich das aber genau überlegen, denn meiner Meinung nach rechnet sich das (je nach Konsum natürlich!) eher nicht! 😉

Nachtrag 05.12.2014

Meiner Meinung nach lohnt sich ein Abo für die Zeit des Dezembers, damit man Zugriff auf die ganzen Weihnachtslieder etc. bekommt, sofern man das will. Das lohnt sich extrem mehr als die vielen Songs, die man zudem nur im Dezember hören kann, extra zu kaufen.

Philipp Schuster

Ich bin Philipp, studiere Informatik an der TU Dresden und arbeite als Werkstudent im Bereich Software-Entwicklung bei T-Systems MMS. Ich bin 22 Jahre alt und beschäftige mich in meiner Freizeit gerne mit meinem Blog, Programierung, Technik, aber auch mit Joggen und vielen anderen Dingen. Get To Know Me oder schreibt mich an!

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1 Antwort

  1. phip1611 sagt:

    Mal abgesehen von Spotify free. 😉

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